Carsharing entlastet die Umwelt und schont die Brieftasche

BioBella | 10. Mai 2011 10:08 Uhr

Carsharing braucht Mitmacher!

Die Zeiten, in denen Umweltbewusstsein als Randerscheinung bestimmter sozialer Bewegungen innerhalb der Gesellschaft oder gar als bloßer Lifestyle angesehen wurde, sind endgültig vorbei. Mittlerweile herrscht größtenteils Einigkeit über unser aller Verantwortung gegenüber unserem Planeten. Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind aus den öffentlichen Debatten nicht mehr weg zu denken, ebenso wenig wie die Einsicht in die Notwendigkeit aktiv zu werden. Das zeigt sich nicht zuletzt an der wachsenden Relevanz dieser Themen auf politischer und ökonomischer Ebene.

Umweltbewusstsein und Umweltverhalten

Wenn es jedoch um das eigenverantwortliche Handeln geht, tun sich viele Menschen schwer mit der tatsächlichen Umsetzung. Die Einsicht zum Umdenken ist vorhanden, doch der Schritt vom Umweltbewusstsein zum tatsächlichen Handeln scheint ein zu aufwendiger und mit Verzicht verbundener zu sein.

Dabei stellt sich den meisten Menschen früher oder später wohl die Kernfrage, wie sich unser modernes Leben überhaupt mit dem Anspruch an Nachhaltigkeit vereinbaren lässt.

Gerade beim Thema Mobilität zeigt sich dieser Widerspruch sehr deutlich: Autobesitzer sind sich dessen bewusst, welch permanent steigende Kosten ein eigenes Auto verursacht (angefangen beim Sprit, bis hin zu Versicherung, Steuern und Reparatur). Und erst recht wissen sie, wie belastend jedes einzelne Auto für unsere Umwelt und damit letztlich auch für uns Menschen ist. Dennoch besitzen allein in Deutschland über 80 Prozent der rund 40 Millionen Haushalte mindestens ein Auto, fast 30 Prozent besitzen sogar zwei oder drei. Doch obwohl wir genervt sind von lästiger Parkplatzsuche und stressigem Feierabendverkehr fällt es uns schwer, diesem überflüssigen und umweltfeindlichen Luxus ab zu schwören.

Wir möchten zwar umweltbewusst sein, jedoch auch nicht auf unsere uneingeschränkte Mobilität verzichten. Dabei müssen wir das Rad gar nicht neu erfinden, denn es gibt bereits eine umwelt- und geldbeutelfreundliche Alternative des Mobilseins – das Carsharing!

Carsharing – mehr Mobilität, weniger Autos, entlastete Umwelt

Ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen, kann man die Vorzüge des Autofahrens genießen – und das auf verkehrsentlastende und klimaschützende Art. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand – man legt die Verpflichtungen ab, die man sonst als Autobesitzer hat (Wartung und Pflege, Reinigung,Versicherung, Parkplatzsuche), genießt aber den entscheidenden Vorzug – nämlich die flexible und bequeme Verfügbarkeit eines Autos – und das guten Gewissens der Umwelt gegenüber.

Der Entschluss, sich aus ökologischen und ökonomischen Gründen so zu organisieren, dass man gemeinsam ein Auto nutzen kann, hat im Jahre 1993 auch zur Gründung des Unternehmens teilAuto geführt. Aus dem eigenen Anspruch, auf nachhaltige und klimaschützende Weise uneingeschränkt mobil sein zu können, haben damals zehn Leute ein Angebot an alle geschaffen, die sich darüber Gedanken machen, welche Spuren sie hinterlassen.

Web 2.0-Kampagne von teilAuto

teilAuto hat jetzt eine Web 2.0-Kampagne gestartet mit dem Ziel, eine neues Teammitglied zu finden, das sich mit dem Unternehmen identifizieren kann . Mit dieser Bewerbungsaktion soll eine interaktive Diskussion zu sozio-kulturellen Themen und umweltbewusstem Denken und Handeln initiiert werden.

Im Blog der Kampagne geht es darum, die Idee des Carsharing weiter zu verbreiten und zugleich jemanden zu finden, der aus eigener Überzeugung hinter der Philosophie von teilAuto steht und ihren/seinen Ansporn zu Nachhaltigkeit auch beruflich umsetzen möchte – womit der eigene Handlungsrahmen letztlich erweitert wird.

Auch nach der Kampagne soll der Blog als Plattform zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch zum Thema Carsharing erhalten bleiben.

Das Umdenken hin zu umweltgerechten Alternativen des Mobilseins kann jeden Anstoß gebrauchen, und dann vielleicht sogar zu der Einsicht zu führen, dass ein eigenes Auto zu fahren ein überflüssiger Luxus und vor allem ein Klimakiller ist.

Wer sich also ein Bild von teilAuto machen möchte, mit dem Team und anderen Interessierten diskutieren oder einfach seine Ideen und Kommentare zu den verschiedenen Themen mitteilen möchte, kann das direkt im Blog tun oder auch auf der Facebookseite der Kampagne.

Bildrechte: Vorschaubild und kleines gelbes Artikelbild © teilAuto.de – Artikelbild Stau © Grey59, pixelio.de

 

 

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Kategorien: Fahrzeuge & Verkehr, Umwelt & Energie

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6 Kommentare

  1. Günther Kenyeri via Facebook schrieb am 11. Mai 2011 um 09:17

    Also so sehr ich für die Umwelt Verständnis habe, gewisse Dinge will der Mensch eben nicht mit Anderen teilen sondern für sich haben. Wohnung, Füllfeder, Frau/Mann, Fahrrad, Auto, Bekleidung etc.

  2. biokontakte.com via Facebook schrieb am 11. Mai 2011 um 09:55

    da scheiden sich die geister günther ;) es gibt auch menschen, denen ihr auto nicht so wichtig ist und sie es um umwelt und brieftasche zu schonen gerne teilen um nicht ganz darauf verzichten zu müssen. bei mann/frau muss ich dir allerdings recht geben – da geht nur ganz oder gar nicht ;)

  3. Christian Kapteyn via Facebook schrieb am 17. Mai 2011 um 20:45

    Es gibt übrigens auch schon Nachbarschaftsauto.de, die das private Autoteilen einfach und sicher machen. http://www.facebook.com/nachbarschaftsauto

  4. Mario schrieb am 17. Mai 2011 um 21:26

    Also bei uns in Gumpoldskirchen steht ein “Share”- Auto und das nutze ich hin und wieder. Wir haben nur ein Familienauto und wenn meine Frau dieses braucht, dann nehm ich das Careshare- Auto, sozusagen unseren zweitwagen. Ich find die Idee klasse und nütze es auch weiterhin.

  5. biokontakte.com via Facebook schrieb am 21. Mai 2011 um 08:42

    @christian: danke für den interessanten link :)

  6. Rolf Trippel via Facebook schrieb am 21. Mai 2011 um 09:13

    Seit 1998 bin ich nun Care Sharing nutzer (heute “book-n-drive”). Als Großstädter (Frankfurt/Main) der täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann ist das einfach Ideal…….bin froh, kein Auto besitzen zu müssen

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