Carrotmob – Shoppen und CO2 senken

BioBella | 30. Juni 2010 09:02 Uhr

Cthoman - dreamstime.comDen Einkaufswagen randvoll mit lauter Köstlichkeiten packen und parallel dazu den CO2-Wert senken?

Bis spät in die Nacht bei dröhnender Musik, Scheinwerfern und Cocktailschirmchen mit Freunden abtanzen und gleichzeitig der Umwelt Gutes tun? Geht nicht meinen sie? Und ob!

Was augenscheinlich nämlich nicht zusammenpasst, wird unter dem Decknamen „Carrotmob“ passend gemacht, indem sich Anbieter und Verbraucher zusammenschließen, um gemeinsam die Umwelt zu schonen!

Wie’s funktioniert:

Das Prinzip des Carrotmob ist denkbar einfach:

Viele Menschen einigen sich darauf, an einem bestimmten Tag in einem bestimmten Laden ein schönes Sümmchen Geld auszugeben. So weit, so gut! Aber was hat die Umwelt nun davon?

Nun, der Ladenbesitzer seinerseits verpflichtet sich im Gegenzug (und in Aussicht auf den höchsten Tagesumsatz seines Lebens) dazu einen gewissen Prozentsatz dieses Umsatzes in umweltfreundliche Ladenrenovierungen zu investieren (das könnten Energiesparlampen, neue Kühltruhen, bessere Fenster, auch ein Stromanbieterwechsel oder ähnliches sein), um somit seinen CO2 Verbrauch für die Zukunft zu senken!

Eine gute Vorstellung der Aktion bekommt man durch das Erklärungsvideo des Carrotmob Erfinders Brent Schulkin, welches mich persönlich total in Aufbruchsstimmung versetzt:

Und hier noch ein netter kurzer Carrotmob Cartoon

Wer ist bereit, am meisten für seine Umwelt zu tun?!

Ausgewählt werden Bioladen, Bäcker, Club und Co mittels Casting: derjenige der bereit ist, den höchsten Prozentsatz seines erzielten Umsatzes in ökologisch nachhaltige Veränderungen zu investieren, hat gewonnen und bekommt die Karotte in Form von einer Unmenge an Kunden sozusagen vor die Nase und ins Geschäft gehalten.

Wir finden Carrotmob brillant, weil

  1. die Macht des Konsumenten positiv, gebündelt und kraftvoll zum Einsatz kommt
  2. Anbieter und Verbraucher Hand in Hand mit und für die Umwelt arbeiten
  3. Nicht durch Druck sondern mittels positiver Motivation gefördert wird
  4. Der Ladenbesitzer die Chance erhält, sein Image sowie seinen Bekanntheitsgrad zu steigern
  5. Durch die umweltfreundlichen Renovierungen der CO2 Ausstoß des Ladens drastisch gesenkt wird
  6. Im Endeffekt Ladeninhaber, Verbraucher und Weltklima gleichermaßen von der Aktion profitieren

Gemeinsam stark!

Carrotmobber finden sich übrigens überall auf der Welt!

Twitter, Facebook, Foren und Blogs machen es möglich, die Umweltschutzevents im Zeichen der orangefarbenen Knolle relativ kurzfristig zu organisieren.

Carrotmob in Ihrer Stadt?

Wer Lust, Engagement und etwas Zeit mitbringt, kann nicht nur passiv, sprich einkaufstechnisch am fröhlichen „karotten“ mitmachen, sondern auch aktiv einen Carrotmob in seiner Stadt ins Leben rufen!

Was dabei zu beachten ist lässt sich auf der offiziellen Deutschland-Seite in gebündelter Form nachlesen: Carrotmob – do it yourself

Unter dem Motto „gib dein Geld nicht irgendwem!“ fand am 18.Juni 2010 in Graz der erste Carrotmob in Österreich statt!  News und Infos rund ums Gelingen und eventuell noch zukünftige Carrotmob-Aktionen im rot-weiß-roten Land gibt es hier.

Deutschland macht’s vor, und veröffentlicht auf der größten Carrotmob Seite im deutschsprachigen Raum alle relevanten Daten und Zeiträume, in denen Carrotmobs in Deutschland stattfanden bzw. geplant sind.

Was bleibt zu sagen?

Wir als Konsumenten haben die Macht! Es ist so einfach etwas für die Umwelt zu tun!

Also: Augen offen halten, zu Carrotmobs in ihrer Umgebung pilgern, und sich selbst und der Welt etwas Gutes tun!

Bildrechte: Karotte – © Cthoman – dreamstime.com

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Kategorien: Umwelt & Energie

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