Biogas und Nachhaltigkeit

BioBella | 24. Oktober 2014 08:14 Uhr

Seit einigen Jahren wird Gas, das aus natürlichen Quellen und erneuerbaren Energien erzeugt wird, so aufbereitet, dass es in das öffentliche Gasnetz eingespeist werden kann. Um den ökologischen Sinn zu bewahren, ist es wichtig, Monokulturen und Nahrungsmittelkonkurrenz größtmöglich zu vermeiden. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für die Energiegewinnung der Zukunft. Seriöse Anbieter stellen an das verwendete Gas aus natürlichen Rohstoffen hohe Anforderungen.

Der Markt für Biogas und seine Entwicklung

Biogas entsteht durch den mikrobiologischen Umbau von organischen Stoffen. Die Substanzen werden zu Methan verwandelt. Das Prinzip wurde bereits im 18. Jahrhundert entdeckt. Seit 2007 wird Biogas bei uns so aufbereitet, dass es als Energieträger verwendet werden kann. Biogas von LichtBlick und anderen Anbietern ermöglicht die Nutzung in den Haushalten. In Asien wurden die ersten Biogasanlagen bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und zur Energieversorgung in kleineren Haushalten genutzt. In Deutschland führte die Erdölkrise zu Beginn der 1970er Jahre dazu, dass sich die Energiewirtschaft nach und nach mit der Biogasentwicklung beschäftigte.

Biogastechnik – der Fermenter ist das Herzstück

Das Zentrum jeder Biogasanlage ist der sogenannte Fermenter. Man unterscheidet hierbei Speicher- und Durchflussfermenter. In dem luftdicht verschlossenen Behälter finden die Umsetzprozesse statt, die organischen Substanzen werden unter Zugabe von Wärme vergärt, dadurch entsteht das Biogas. Wahlweise wird das entstandene Gas für den Betrieb eines Blockheizkraftwerkes verwendet oder gereinigt und in das Gasnetz eingespeist.

Organische Masse – genau kontrolliert

Um Biogas zu erzeugen, ist organische Masse notwendig. Verwendet werden vorwiegend Rest- und Nebenprodukte wie Flüssigmist oder andere landwirtschaftliche und kommunale Abfälle aus organischem Material. Zunehmend werden für die Biogaserzeugung auch nachwachsende Rohstoffe (NaWaRo) verwendet. Dieses Vorgehen steht teilweise unter scharfer Kritik und teilweise begrenzen die Energieversorger den Anteil. LichtBlick zum Beispiel lässt in seinem zugesetzten Biogas lediglich einen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen von 18 % zu, die restliche Biomasse muss aus Grünabfällen und –reststoffen sowie Gülle bestehen. Dabei darf das Gas weder aus Massentierhaltung noch aus genetisch veränderten Pflanzen stammen.

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Foto: © istock.com/kontrast-fotodesign

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Kategorien: Artikel, Bauen & Wohnen, Umwelt & Energie

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