Birkenzucker (Xylit) – der “bessere” Zucker

BioBella | 12. Januar 2017 12:45 Uhr

485_birkenwald_Keller-weberBirkenzucker (auch Xylit genannt) ist die gesunde und kalorienarme Alternative zu herkömmlichem Zucker. Er hat viele positive Eigenschaften, die ihn als süße Alternative besonders interessant machen.

  • ideal zum Kochen, Backen und Süßen
  • für Getränke, Eis, Müslis, Marmeladen, Desserts, etc.
  • warm und kalt einsetzbar
  • 40% weniger Kalorien bei gleicher Süßkraft
  • zahnfreundlich, wirkt Karies entgegen
  • extrem niedriger glykämischer Index

Birkenzucker – die süße Alternative

Birkenzucker schmeckt und süßt 1:1 wie “normaler” Haushaltszucker. Egal ob im Kaffee, für Kuchen und Torten, Pudding oder auf der Palatschinke – mit der Verwendung von Birkenzucker sparst Du Kalorien und schonst Deine Zähne ohne auf Süße zu verzichten.

Du bekommst Birkenzucker in kristalliner oder pudriger Form zu kaufen, so kannst Du sowohl Kristallzucker, als auch Staubzucker (Puderzucker) ersetzen. Xylit ist die gesunde, kalorienarme Alternative zu herkömmlichem Zucker und kann in jedem Rezept statt normalem Zucker verwendet werden. Das einzige, das Birkenzucker nicht kann, ist Germteig zum Gehen bringen, da Hefepilze ihn nicht verstoffwechslen können.

Anderer Zuckerersatz wie z.B. Stevia ist sehr schwierig in der Anwendung, weil durch die extreme Süßkraft mengenmäßig sehr viel weniger verwendet werden muss, was bei der veränderten Mengenrelation (fehlendes Volumen) vor allem Back-Rezepte oft nicht mehr gelingen lässt. Dieses Problem hast Du bei Xylit nicht da er 1:1 verwendet wird.

Birkenzucker ist nicht immer 100% Birke

Birkenzucker hat seinen Ursprung in Finnland und wurde früher ausschließlich aus der Rinde von Birken gewonnen. Heute werden auch andere Laubhölzer und sogar Mais zur Gewinnung von Xylit genutzt. Xylit oder Xylitol hört sich zwar “künstlich” an, ist jedoch ein natürlicher und rein pflanzlicher Zuckeraustauschstoff.

Wie bei allen Nahrungsmitteln achte bei Deinem Einkauf bitte auf die Qualität. Nicht alle Produkte sind gentechnik- oder pestizidfrei. Vor allem preisgünstige Birkenzuckerprodukte werden meist aus Maisspindeln (Pflanzenteile nach Entfernung der Maiskörner) gewonnen und wie wir wissen ist Mais ein Korn, für das gerne und oft Gentechnik und Pestizide verwendet werden. Erhebliche Kapazitäten von Mais-Birkenzucker kommen übrigens aus China!

Insgesamt ist die Xylit-Herstellung ein sehr aufwändiger Prozess, was sich in einem weit höheren Preis als z.B. für Rüben- oder Rohrzucker zeigt.

Eine tatsächliche BIO-Zertifizierung gibt es für Birkenzucker nicht, wähle einen seriösen, glaubwürdigen Anbieter der grundsätzlich auf BIO-Qualität und Nachhaltigkeit setzt, um ein gesundes und hochwertiges Produkt zu erhalten. Produkte aus nachhaltiger EU-Forstwirtschaft (z.B. Finnland) sind natürlich Billigprodukten aus China vorzuziehen.

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Birkenzucker als gesündere Alternative

Birkenzucker sieht aus und süßt 1:1 wie Zucker, hat jedoch einen extrem niedrigen glykämischen Index (etwa 7) und wird im Körper völlig anders verstoffwechselt. Der Insulinspiegel steigt nur langsam an und fällt auch langsam wieder ab. Deshalb ist die Verwendung von Birkenzucker für Diabetiker sehr geeignet.

Birkenzucker ist zudem zahnfreundlich, da er keinen Nährboden für Karies bietet. Außerdem trägt Birkenzucker zum Erhalt der Zahnmineralisierung bei, weshalb er auch in Zahncremes und Kaugummis zum Einsatz kommt.

Xylit ist kein künstlicher Süßstoff wie z.B. Aspartam oder Saccharin!

Birkenzucker als kalorienarme Alternative

Auch für die bewusste Ernährung und bei Diäten, speziell bei zuckerfreien und zuckerreduzierten Diäten wird Xylit sehr gerne verwendet.

Xylit schmeckt und süßt wie Zucker bei 40% weniger Kalorien. Birkenzucker hat nur 240 kcal per 100g, im Vergleich mit herkömmlichen weißen Zucker, der mit 400 kcal per 100g zu Buche schlägt.

Aber bitte trotzdem nicht übertreiben: Birkenzucker kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.

Wichtiger Hinweis für Tierbesitzer

Haustiere (Säugetiere), insbesondere Hunde vertragen keinen Birkenzucker, bei ihnen kann nach dem Verzehr von Xylit der körpereigene Insulinspiegel im Blut derart ansteigen, dass ein lebensbedrohlicher Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) folgen kann. Ich gehe mal davon aus, dass wir unsere Hunde nicht mit Kuchen füttern, aber es soll Hunde geben, die sogar Kaugummis aus Rucksäcken stibitzen. In so einem Fall musst Du sofort zum Tierarzt, wo ihm über die Vene Zuckerlösung verabreicht wird, bis sich der Blutzuckerwert wieder stabilisiert. Es ist empfehlenswert schon vor dem Weg zum Tierarzt die Mundhöhle des Tieres mit Zuckerwasser oder Honig zu bestreichen.

Bildrechte: Zucker-Smiley © biokontakte.com, Birkenzucker-Dosen © biokontakte.com und Bioenergie Wagner, Birkenwald © Nicole Keller-Weber – vielen Dank dafür :)

 

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