Selbsternte für Städter

BioBella | 15. April 2011 10:38 Uhr

Wenn das eigene Kräuterkisterl auf der Fensterbank zu eng wird für Petersilie, Basilikum & Co oder selbst der Balkon nicht ausreichend Platz bietet für das eine oder andere Radieschen, dann wird es höchste Zeit für den nächsten Schritt: Abenteuer Selbsternte!

Der eigene Garten auf Zeit

Engagierte Biobauern im urbanen Kleinformat, die mit Ach und Krach Babytomaten und Co auf ihrem hauseigenen Balkon zu züchten pflegten und den Traum vom eigenen Garten aufgrund ihres städtischen Lebensmittelpunktes hinten anstellen mussten, können sich seit einigen Jahren auf erdige Stiefel und viel Sonne im Gesicht freuen…

Viele Urbaner nützen bereits die Möglichkeit, Parzellen in unterschiedlichen Größen für die Selbsternte anzumieten. Verschiedene Bio-Betriebe haben dafür eigene Grundstücke in Randbezirken oder auch in der nahen Umgebung vieler Großstädte.

Selbsternte auf eigener Gemüse-Parzelle

Die Biolandwirte bereiten die Parzellen vor, säen und pflanzen saisonales Gemüse an und im Frühling, sobald sich das erste Pflanzengrün zeigt, sind die neuen Mieter mit der Pflege ihrer Gemüseparzellen auf Zeit an der Reihe. So können städtische Hobbygärtner auf ihren bis zu 100 m2 großen Parzellen nicht nur frisches Gemüse pflegen, sondern vor allem auch mit den eigenen Händen ernten und sich zuhause an knackig-frischen und gesunden Leckereien erfreuen.

Die Preise variieren hier zwischen € 1,40 bis € 3,00 pro bepflanztem und eingesätem Quadratmeter.

Selbsternte ist gut für die Gesundheit und für’s Klima

Auf dem eigenen Stück Gemüseland wird dann von Frühling bis Herbst gewerkt und gepflegt. Selbst geerntetes Gemüse findet den Weg auf den heimischen Speiseplan. Diese neue, spannende Freizeitaktivität wirkt sich dabei nicht nur gut auf Körper und Geist aus, sondern hilft auch vor der eigenen Klimasünder-Haustüre zu kehren! Bis zu 40% der durch die Ernährung verursachten CO2 Äquivalente kann jeder einzelne von uns mittels gemüsereicher Biokost einsparen – Zahlen, die eindeutig für sich sprechen. Je mehr Gemüse in Bio-Qualität demnach in ihrer Ernährung Platz finden, desto größer ist ihr persönlicher Beitrag zum Klimaschutz!


Selbsternte: Nur das Beste für Körper, Geist und Seele

Eine eigene Gemüseparzelle zu bewirtschaften, ist also nicht nur eine einmalige Gelegenheit dem Klima etwas Gutes zu tun, sondern auch um werkelnd den Alltagsstress hinter sich zu lassen, seinen Körper mit wertvollen, saisonallen Produkten zu versorgen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Die Palette an angebauten Gemüsesorten wird übrigens Jahr für Jahr um interessante und vielleicht nicht ganz so alltägliche Kulturen, wie beispielsweise Pastinaken, Tomatillos oder aber Mizuna erweitert. Abwechslung auf dem Speiseplan ist demnach garantiert!

Auch eingefleischte Großstadtfans können hier entspannen und abschalten, den Alltagsstress hinter sich lassen. Klingt das nicht wunderbar? Sie sind an der frischen Luft und ihre Kinder sehen und lernen wie und wo das Gemüse wächst. Gemeinsam den Zyklus der Natur hautnah miterleben. Am Abend können sie dann gemeinsam ein leckeres Essen zubereiten. Selbst geerntet schmeckts doch gleich viel besser. Ein schöne Sache!

Jetzt schnell Parzelle sichern!

Wer an dieser Stelle neugierig geworden ist, der sollte sich schleunigst die Liste aller Selbsternte-Parzellen ansehen, und sich rasch bei einem Biobauern in seiner näheren Umgebung melden. Sind Sie heuer zu spät dran? Dann gleich für die nächste Saison vorreservieren! Die Selbsternte-Parzellen sind heiß begehrt!

Anbieter und Standorte für Österreich und für Deutschland.

Urbane Landwirtschaft in Berlin: Prinzessinnengärten
Für mehr Gezwitscher im Garten: Bauanleitungen für Nistkästen

Ich wünsche fröhliches Schaffen :)

Bildrechte: Vorschaubild – © jokatoons – fotolia.de Artikelbilder -

 

 

 

Beitrag kommentieren

Kategorien: Essen & Trinken, Garten & Pflanzen, Umwelt & Energie, Urlaub & Freizeit

Tags: , , , , , , , , , ,

weitere Beiträge von

4 Kommentare

  1. Christine schrieb am 4. Mai 2011 um 10:15

    Hey, das ist doch mal eine alternative…….

  2. Alex schrieb am 31. Oktober 2011 um 18:36

    Selbstversorgung ist im Kommen. Die Zeit des Wandels und Umdenkens ist da. Nutzt Sie!

  3. Pingback: Wie viel Gift verträgt der Mensch? – Pestizide im Essen schrieb am 23. Juni 2013 um 11:58

    [...] Auch Städter haben die Möglichkeit Ihr Gemüse selbst anzubauen: Selbsternte für Städter [...]

  4. Pingback: CSA – Solidarische Landwirtschaft schrieb am 1. August 2013 um 14:56

    [...] Möglichkeiten zur Selbstversorgung ohne eigenen Garten wären z.B. eine Food-Coop oder Selbsternte. [...]

Hinterlasse einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit Pflichtfeld gekennzeichnet.

Durch die Abgabe Ihres Kommentares gestatten Sie biokontakte.com diesen auf dieser Website zu veröffentlichen.
Bitte beachten Sie, daß unangebrachte, irrelevante oder beleidigende Kommentare durch den Administrator gelöscht werden.