Öko-Fashion: Angebot und Nachfrage steigen

BioBella | 31. Mai 2014 09:53 Uhr

Die Rufe nach Fair Trade, Nachhaltigkeit und ökologischer Textilverarbeitung sind für Konsumenten keine inhaltslehren Phrasen. Immer mehr Modefirmen reagieren auf die kontinuierlich steigende Nachfrage nach Kleidung aus Bio-Baumwolle. Doch der Rohstoff dürfte in Zukunft wohl teurer werden.

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Fast alle großen Shops bieten Bio-Produkte

Ein großer Teil der Modehersteller und Shops kommt dem Wunsch vieler der Verbraucher, beim Kauf von Textilien auf nachhaltigen Anbau zu achten, mittlerweile nach. Verbraucherumfragen zufolge hat derzeit mehr als die Hälfte der hiesigen Kunden schon einmal Kleidung aus Bio-Baumwolle gekauft. Außerdem findet man die Bio-Artikel immer häufiger in den Sortimenten bekannter Mode-Shops im Internet. So ist zum Beispiel Naturkleidung bei Deerberg schön und bequem. Die Bio-Step-Produktserie aus besagtem Webshop kann hier exemplarisch genannt werden, denn auch in den realen Shops in vielen großen Städten fristen die ökologisch einwandfreien Produkte kein Nischendasein mehr.

Gütesiegel-Wirrwarr verwirrt Kunden

Für die Kunden ist es nicht immer leicht, die Ware zu finden, die auch wirklich „öko“ oder „bio“ ist. Gütesiegel für Kleider beziehungsweise Textilien gibt es nämlich einige, aber nur ein überschaubarer Teil steht auch wirklich für Baumwolle aus unbedenklichen Quellen. Das liegt in erster Linie an den unterschiedlichen Kriterien, die zur Vergabe der Siegel angelegt werden. Mal geht es um reine Öko-Kriterien und dann wieder nur um Arbeitsrechtsstandards oder die verschiedenen Gesundheitsaspekte. Das Buch “Saubere Sachen” ist ein Grüne-Mode-Einkaufs-Ratgeber, der einen tollen Überblick über die Angebote an wirklich “grüner Mode” gibt.

Biobaumwolle wird knapp

Trotz steigender Nachfrage wird weltweit viel zu wenig Bio-Baumwolle angebaut. Zuletzt wurden lediglich magere 139 000 Tonnen der Bio-Baumwolle angebaut, während 99 Prozent der Baumwolle eben nicht das Öko-Prädikat verdienen. Die Gründe sind vielfältig. Unter anderem wissen viele Bauern gar nicht, wie man Baumwolle verlustfrei ohne den Einsatz von Pestiziden anbauen kann. Mit der Verknappung dieses Rohstoffs dürfte dann auch ein Preisanstieg einher gehen, was für den Verkauf der Öko-Mode natürlich kontraproduktiv ist. Hoffen wir auf eine baldige Wende in der Gesinnung der Baumwollplantagenbesitzer.

© Brand X Pictures/Stockbyte/Thinkstock

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Kategorien: Ethisch & Sozial, Mode & Accessoires

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