Weltwassertag: Wasser sparen hilft Nahrung sichern

BioBella | 22. März 2012 08:40 Uhr

Schon fast 20 Jahre findet immer am 22. März der Weltwassertag statt und steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Er wird dazu genutzt, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die kritischen Wasserthemen unserer Zeit zu lenken und die Menschen für die hohe Bedeutung von Süsswasser und für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement des kostbaren Gutes zu sensibilisieren.

Der Wasserverbrauch in den Industrieländern steigt

Schon seit Jahren steigt der Pro-Kopf-Wasserverbrauch in den Industrieländern. Nicht durch Duschen, Wäsche waschen, Kochen oder gar Trinken entstehen diese hohen Zahlen. Nein, der Großteil der Wasserverbrauch wird durch die Industrie – also unseren Konsum – ausgelöst.

Um die horrenden Unterschiede zu zeigen hier ein paar Beispiele aus der Statistik.

Verbrauch von Wasser pro Kopf und Tag

  • 25l – Indien
  • 162l – Österreich
  • 295l – USA
  • 500l – Dubai

Auch die Aufteilung kann sehr unterschiedlich sein. So entfallen in Deutschland 83% auf den Industriesektor, 3 % auf die Landwirtschaft und 14% auf die öffentliche Wasserversorgung. In Griechenland ist das Verhältnis umgekehrt. Hier fallen 4% durch Industrie an, 80% in der Landwirtschaft und 16% für die öffentliche Wasserversorgung.

Wasserverbrauch im Haushalt

Sieht man sich den Verbrauch der Privathaushalte an so verteilt sich dieser nach wasserwirtschaftlichen Schätzungen etwa wie folgt.

  • 3 l Trinken und Kochen
  • 7 l Geschirr spülen
  • 7 l Putzen
  • 5-15 l Körperpflege
  • 20-40 l Duschen/Baden
  • 30l Wäsche waschen
  • 40l Toilettenspülung

Gastgeberstadt für 2012 ist Marseille

Heuer konzentrieren sich die Feierlichkeiten zum Weltwassertag auf Marseille, die Gastgeberstadt des Weltwasserforums. Das Thema des heurigen Weltwassertages heisst “Wasser und Nahrungssicherheit”. Die zukünftigen Herausforderungen sind enorm: 2050 werden vermutlich 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben, die ernährt werden müssen. So wird neben der lebenswichtigen Verfügbarkeit von Trinkwasser ein anderer Aspekt immer wichtiger: Wasser, das für die Herstellung von Lebensmitteln benötigt wird.

Sauberes Wasser – ein kostbares Gut

89 Prozent der Weltbevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. So ist also jeder neunte Mensch ohne Zugang zu sauberem Wasser! 3000 Kinder sterben jeden Tag an Durchfall – hervorgerufen durch verunreinigtes Wasser.

 

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Kategorien: Artikel, Essen & Trinken, Ethisch & Sozial, Umwelt & Energie

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8 Kommentare

  1. KÄNGURU Stadtmagazin für Familien in Köln/Bonn via Facebook schrieb am 22. März 2012 um 09:28

    Danke! Und geteilt!

  2. Waltraud Gadermaier via Facebook schrieb am 22. März 2012 um 09:55

    Nur, wenn ich zuhause Wasser spare, was hilft das den Menschen in Afrika oder Indien? Was ich nicht brauche, rinnt den Bach hinunter….. Ich denke, da braucht es andere Ansätze.

  3. MonaVie Deutschland – Team Hannover via Facebook schrieb am 22. März 2012 um 13:32

    Waltraud, jeder kann etwas dazu beitragen.

  4. Waltraud Gadermaier via Facebook schrieb am 22. März 2012 um 15:26

    Klar, aber immer vom Wasserparen in unseren Haushalten und vom vergeudeten Trinkwasser zu reden, hilft niemanden außer der eigenen Geldbörse (ist auch was). Wir haben genug Wasser, ob wir es trinken oder vergeuden, ist einerlei. Die Probleme liegen woanders.

  5. Ich liebe Bio via Facebook schrieb am 23. März 2012 um 12:12

    Die Produkte die das meiste Wasser verbrauchen, sind für das menschliche Auge nicht sichtbar. Das macht die Sache des Wasser sparens für viele so schwierig.

  6. Gruensparen schrieb am 26. März 2012 um 14:06

    Sorry, aber das ist einfach komplett schwachsinnig @ Nr.4. Fahr mal nach Afrika und erklär denen da, das wir doch eigentlich genug Wasser haben. Und übrigens: Wie kann das nach deiner Aussage sein, dass Deutschland der drittgrößte Wasserimporteur der Welt ist? Bitte solche Pauschalaussagen bei gefährlichem Halbwissen vermeiden :(

  7. biokontakte.com via Facebook schrieb am 3. April 2012 um 10:08

    wie fleisch zb…

  8. Waltraud Gadermaier via Facebook schrieb am 3. April 2012 um 10:15

    Mit importierten Futtermittel entziehen wir den Gebieten, die ohnehin schon unter Trockenheit leiden, das Wasser. Und dort ist meiner Meinung nach anzusetzen. Wie oft und wie lange ich dusche, hat da keine Bedeutung.

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